Microsoft fusioniert Copilot-Apps: was das für dich heißt
Microsoft legt seine bisher getrennten Copilot-Apps zusammen: die private Copilot-App und die geschäftliche Microsoft 365 Copilot App werden zu einer einzigen App. Gleichzeitig verschwinden ab dem 18. August 2026 mehrere Funktionen ganz oder werden kostenpflichtig. Was du als Unternehmen jetzt wissen und in der IT klären solltest.
Was ist passiert
Microsoft führt laut eigener Support-Dokumentation und unabhängig bestätigt durch TechCrunch und GeekWire seine zwei separaten Copilot-Apps zu einer einzigen zusammen. Bislang mussten Nutzer zwischen der privaten Copilot-App und der geschäftlichen Microsoft 365 Copilot App wechseln, obwohl beide im Kern dieselbe Technik nutzen. Zwei Apps werden eine. Künftig läuft beides in einer App, in der sich private und berufliche (Entra-)Konten wechseln lassen, ohne dass Daten zwischen beiden Kontexten fließen.
Für die geschäftliche Nutzung ändert sich laut GeekWire vor allem die Webadresse: Sie wechselt von m365.cloud.microsoft zu copilot.cloud.microsoft, mit automatischer Weiterleitung ab Ende August 2026. Der Rollout für Web und Mobile läuft seit Mitte August, Windows- und Mac-Anwendungen folgen laut Windows Central Mitte September.
Parallel dazu werden ab dem 18. August 2026 mehrere Funktionen abgeschaltet: Group Chats, KI-generierte Podcasts und die experimentellen Copilot-Labs-Funktionen fallen ganz weg. Vier Funktionen, ein Stichtag. Die kostenlose Version von Deep Research für Privatnutzer wird eingestellt, wie Microsoft in seiner Support-Dokumentation direkt bestätigt. Bereits erstellte Deep-Research-Berichte bleiben zugänglich und lassen sich als Word-Dokument sichern. Als Nachfolger nennt Microsoft die Funktion "Researcher", die laut TechRepublic ausschließlich zahlenden Microsoft-365-Premium-Nutzern und Unternehmen mit Microsoft-365-Copilot-Lizenz zur Verfügung steht.
Was das für dich als Unternehmen bedeutet
Wenn dein Unternehmen Microsoft 365 Copilot einsetzt, etwa über den 30-Tage-Test, den wir bereits im August behandelt haben, betreffen dich vor allem zwei Punkte direkt. Erstens: Bookmarks, interne Anleitungen oder Single-Sign-On-Einträge, die auf m365.cloud.microsoft verweisen, laufen zwar über die automatische Weiterleitung weiter, sollten aber trotzdem aktualisiert werden, bevor Mitarbeitende auf tote Links oder Verwirrung stoßen. Zweitens: Unternehmen, die in ihrer Windows-Recall-Konfiguration bisher die alte Copilot-App von der Aufzeichnung ausgeschlossen hatten, müssen diesen Ausschluss laut GeekWire in der neuen, zusammengeführten App manuell neu setzen. Er wird nicht automatisch übernommen.
Für die Umstellung selbst gilt Microsofts eigene Einordnung als "größtenteils kosmetisch" für Geschäftskunden: neuer Name, neues Icon, neue Adresse, aber unveränderte Sicherheits-, Compliance- und Verwaltungskontrollen laut Unternehmensangabe. Das Kleingedruckte zählt trotzdem. Wer aktuell Deep Research kostenlos nutzt, etwa für Recherchen zu Wettbewerbern oder Märkten, verliert diesen Zugang ohne kostenpflichtige Lizenz komplett. Wer bereits eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz oder ein Premium-Abo hat, bekommt mit Researcher eine Funktion, die laut Microsoft zusätzlich auf eigene E-Mails, Kalender und Dateien zugreifen kann.
Was du jetzt tun (oder lassen) solltest
Tun:
- Bookmarks und interne Dokumentation aktualisieren. Ersetze
m365.cloud.microsoft-Links in Anleitungen, Intranet-Seiten oder Browser-Favoriten durchcopilot.cloud.microsoft, statt dich allein auf die automatische Weiterleitung zu verlassen. - Windows-Recall-Ausschlüsse prüfen und neu setzen. Wenn deine IT die alte Copilot-App bewusst von der Recall-Aufzeichnung ausgenommen hatte, muss dieser Ausschluss in der neuen, zusammengeführten App manuell wiederhergestellt werden.
- Deep-Research-Nutzung im Team abfragen. Wenn Mitarbeitende die kostenlose Deep-Research-Funktion regelmäßig nutzen, kläre vor dem 18. August, ob eine Microsoft-365-Copilot- oder Premium-Lizenz nötig wird, um mit Researcher weiterzuarbeiten.
- Vorhandene Deep-Research-Berichte sichern. Speichere wichtige Ergebnisse als Word-Dokument, solange der Zugriff über den Chat-Verlauf noch möglich ist.
Lassen:
- Nicht auf eine reine "kosmetische" Umstellung verlassen, ohne die IT einzubinden. Auch wenn Microsoft die Änderung für Geschäftskunden als größtenteils oberflächlich beschreibt, betreffen URL-Wechsel und Recall-Ausschlüsse konkrete IT-Einstellungen, die jemand aktiv nachziehen muss.
- Keine Panik wegen der App-Fusion selbst. Laut Microsoft bleiben Daten zwischen privatem und geschäftlichem Konto getrennt, und bestehende Sicherheits- und Compliance-Kontrollen ändern sich nicht.
Wenn du grundsätzlich abwägst, wie KI-Werkzeuge wie Copilot sauber in deinen Betrieb passen, unabhängig vom konkreten Anbieter, zeigt der ESD KI-Stack an einem laufenden Beispiel, wie sich mehrere KI-Werkzeuge mit klarer menschlicher Kontrolle kombinieren lassen. Und wer unsicher ist, ob die eigene IT-Infrastruktur für solche laufenden Änderungen überhaupt gut vorbereitet ist, bekommt mit dem kostenlosen Express-Audit einen Report per Mail, ganz ohne Verkaufsgespräch dazwischen.
Häufige Fragen
Verliere ich als Microsoft-365-Copilot-Business-Kunde Funktionen? Direkt betroffen ist vor allem die kostenlose Deep-Research-Funktion für Privatnutzer. Mit einer Microsoft-365-Copilot-Lizenz bekommst du stattdessen Zugriff auf Researcher, laut Microsoft mit zusätzlicher Anbindung an eigene E-Mails, Kalender und Dateien.
Muss ich als Unternehmen etwas umkonfigurieren? Für die meisten Einstellungen laut Microsoft nicht. Eine bekannte Ausnahme: Windows-Recall-Ausschlüsse für die alte Copilot-App müssen in der neuen, zusammengeführten App manuell neu gesetzt werden.
Ab wann gilt die neue Adresse verbindlich? Der Wechsel von m365.cloud.microsoft zu copilot.cloud.microsoft läuft seit Mitte August 2026 mit automatischer Weiterleitung, die laut GeekWire Ende August vollständig greift. Windows- und Mac-Anwendungen folgen im September.
Die Einschätzung kommt nicht vom Schreibtisch, sondern von jemandem, der Server- und Software-Infrastruktur für ein eigenes Unternehmen selbst aufgebaut hat. Wie das aussah, steht anonymisiert in der Case Study und der Geschichte dahinter. Dieser Artikel ist eine Orientierung, keine IT-Beratung.
Bevor du dich festlegst - lass es durchrechnen.
Der kostenlose Express-Audit schaut sich deine Ausgangslage an und sagt dir konkret, was sich für dich rechnet - auch wenn die Antwort ist, dass bei dir schon alles passt.
Kostenlosen Express-Audit anfordernKostenlos & unverbindlich · Kein Verkaufsanruf - Tobias meldet sich per Mail · Der Report sagt dir auch, wenn alles passt.

